Oh, mein Gott!

Es ist Sonntag nachmittag, März im Jahr 2013, zwei Wochen vor Ostern. Ich sitze gelangweilt mit dem Lappi auf dem schoß und frage mich, wonach ich denn nun mal recherchieren könne. Eigentlich wollte ich nur mal im Internet nach Möglichkeiten suchen, die es mir erlauben könnten Kurzwellenamateurbänder abzuhören. Nach einer kurzen Zeit wurde ich auch fündig und die Suchmaschine zeigte mir einen Link auf das WebSDR der niederländischen Universiät in Twente (Wide-band WebSDR in JO32KF). Sofort angeklickt, schnell nochmal Java aktiviert und ich wurde innerhalb Sekunden in die “alte” Zeit meiner Amateurfunkanfänge der 80er Jahre zurückversetzt.

Mann, was hatte ich getan? Ich kurbelte durch die Frequenzen und hörte OMs und YLs aus aller Welt auf den Bändern. Schaltete zwischen SSB und CW Filtern hin und her und lauschte gespannt dem wohlbekannten und wie eine Droge beruhigenden, aber auch interessanten Rauschen und sprang auf jedes Signal, das mir in der Waterfallansicht angezeigt wurde.

Ich war wie angefixt. Nach mehr als 25 Jahren Amateurfunkabstinenz beschloss ich (wieder) voller Euphorie mich auf die Anfänge zu besinnen und meine Besessenheit von Technik, Kommunikation und Experimentieren wieder aufleben zu lassen.

Ich glaube, dies war der irrsinnigst durchgeknallteste Gedanke, der mir in meinen 54 Jahren auf dieser Erde – wohl mit einem Hauch göttlicher Fügung (s. Titel) – einverleibt wurde.

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