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Kurzwelle portabel – mcHF im Gerätepark

Für den Urlaub plante ich ein portables Kurzwellengerät anzuschaffen. Bei den Recherchen stieß ich auf einen SDR-Transceiver von Chris, M0NKA mit dem Namen mcHF. Das Gerät besteht aus zwei Platinen, die ich in der Version 0.5 bereits mit den SMD-Teilen vorbestückt geliefert bekommen habe. In diesem Kit sind alle Taster, Rotary-Encoder, Display, Mischer, Relais, sowie alle erforderlichen Ringkerne mit genug Kupferlackdraht für die Tiefpässe und Transformatoren enthalten.

Vorbestückte Platinen UI und RF – Innenseiten

Vorbestückte Platinen UI und RF – Außenseiten

Nicht enthalten sind Gehäuse mit Knöpfen und Tasterkappen, Endstufentransistoren, Lautsprecher und Netzteil.

Es gibt ein (englischsprachiges) Yahoo-Forum und ein DARC Ortsverband Sulingen (I40), die sich intensiv mit dem Aufbau des Gerätes beschäftigen. Hauptsächlich ist hier einer der Initiatoren Andreas, DF8OE. Andreas ist maßgeblich an der Entwicklung des Bootloaders und der Firmware beteiligt.

Die mechanischen Bauteile habe ich als erstes bestückt, wie Taster, Encoder, USB- und Antennenbuchse, dann das Schutzlämpchen gegen knackige Impulse von außen, sowie die 3,5mm-Buchsen und die Hohlbuchse für den 12V-Anschluss. Ebenso das Display. Dann wollte ich die Pfostenleiste und den Pfostenstecker einbauen und stellte erstmal fest, dass die Lötreihe fast unter dem Display lag. Klappte aber noch. Also: Erst Pfostenstecker und -leiste bestücken, dann das Display. Einige Trafos noch aufgelötet und dann weiter zum nächsten Schritt.

Vorbereiten zur ersten Inbetriebnahme

Vor der ersten Inbetriebnahme zeigt sich ein weißer Bildschirm beim Einschalten. Der Strom bei 13V Versorgungsspannung sollte nicht höher als 270mA betragen. Es empfiehlt sich die Versorgung über ein Labornetzteil mit Strombegrenzung. Außerdem werden die Spannungsregler relativ warm (heiß), so dass diese mit einem Kühlkörper versehen werden sollten. Bei später voll aufgedrehtem Display wird ein Strom von etwa 370mA verbraucht.

Für Windows gibt es das Programm mchf-manager von M0NKA. Ich habe aber einen Linux-Rechner, der auf Grund seiner Leistungsfähigkeit nicht unbedingt eine virtuelle Maschine abbilden kann. Also habe ich nach den Angaben von DF8OE die Installation mit Linux-Tools vorgenommen.

Dazu wird das Konsolen-Programm dfu-util installiert:

sudo apt-get install dfu-util

Installation Bootloader unter Linux

Für die Installation des Bootloaders muss ein Jumper P6 gesetzt werden. Das habe ich zunächst mit einer Drahtbrücke vorgenommen. Außerdem habe ich den Ein/Aus-Taster (S17) mit einem Schalter überbrückt, damit der Ladevorgang nicht durch Wackler unterbrochen wird. Der Jumper P6 soll eigentlich nur für den Bootloader genutzt werden. Für die weitere Installation der Firmware wird dieser Jumper nicht benötigt.

Ich habe den mcHF direkt mit dem PC über USB an der kleinen USB-Schnittstelle verbunden. Über einen USB-Hub hat das nicht funktioniert.

Einschalten des mcHF mit gedrücktem S14-Taster (BAND+). Sobald über lsusb die ST-Microelectronics-Schnittstelle angezeigt wird, kann man den Bootloader mit folgendem Konsolenbefehl in den mcHF schieben.

dfu-util -D pfad-zum-bootloader/bootloader.dfu -R -a 0

Im Github bei DF8OE https://github.com/df8oe/mchf-github kann man die aktuellen Releases herunterladen. In der Regel besteht das Release aus vier Dateien:

  • bootloader.bin
  • bootloader.dfu
  • mchf.bin
  • mchf.dfu

DF8OE hat den Bootloader 2.0.x so konfiguriert, dass mit Einstecken eines USB-Sticks am großen USB-Port die .bin-Datei automatisch erkannt und installiert wird. Ich hab das noch nicht getestet.

Installation Firmware unter Linux

Die Firmware wurde, wie oben beschrieben, ebenfalls korrekt installiert. Allerdings kam nichts aus dem Audio-Codec-Chip heraus. Kein Audiosignal am Phone-Ausgang. Nichts im Display, kein Scope, kein Waterfall. Kein Signal am Line-Out. Nach einigen Tagen im Forum, wurde entdeckt, dass bei einem fehlenden EEPROM (nicht unbedingt notwendig, später aber brauchbar), der Codec-Chip nicht funktioniert, wenn man die Firmware von DF8OE einsetzt. Die Firmware von M0NKA indes funktioniert auf Anhieb, eben aber auch mit weniger Funktionen, als in der FW von DF8OE. Diese wurde von ihm in einem neuen Softwarestand angepasst, bei mir installiert und getestet. Jetzt kam auch Audio mit der Firmware durch den Signalweg hindurch.

Als Anmerkung kann ich noch hinzufügen, dass das Antennensignal erst dann in das Gerät kommt, wenn es die Power/SWR-Spulen (T2, T3) und die Lowpassfilter mit den zu bewickelnden Ringkernen durchlaufen hat. Diese sind also vor der ersten Inbetriebnahme zu bestücken. Beim Anfertigen bzw. Einbau der Ringkerne ist beim Löten darauf zu achten, dass der Lack auf dem mitgelieferten Spulendraht an den Lötstellen sehr penibel entfernt wird. Auch bei Lötkolben-Temperaturen über 400°C schmilzt der Lack nicht rückstandsfrei weg. Dabei ist dann der Signalweg zum AudioCodec unterbrochen, und es werden nur Koppelsignale ausgewertet. Ein Durchgangsprüfer nach jedem Lötvorgang ist hier unverzichtbar.

Wenn aber alles soweit bestückt ist, gibt der Empfänger eine ungeheure Audio-Qualität wider, sowie eine enorme Trennschärfe, grad abends momentan (April 2017)  im 80m-Band, wenn alle 2,5kHz eine andere Station sendet. Mit diversen regelbaren Noise-Reduction- und Notchfiltern (automatisch oder manuell)  kann man jedes noch so leises Signal herauskitzeln. Das macht Freude!

Wichtig: EEPROM

Damit der Prozessor mit seinem Speicher nicht irgendwann einmal seine Arbeit einstellt – und das tut er unweigerlich irgendwann, sollte ein EEPROM (optional) eingesetzt werden. Die erste Lieferung mit der Angabe aus dem Schaltplan eines 24LC01 mit dem dazugehörigen C99 brachte keinen Erfolg. Denn dieser wird mit der neuesten Firmware nicht mehr erkannt.

U7 24LC01 und C99 eingebaut

24LC01 wird nicht erkannt

So habe ich dann ein EEPROM vom Type 24LC1026 eingebaut. Hier ist keine Modifikation notwendig. Nach dem zweiten Einschalten hat der mcHF den Speicher erfolgreich erkannt. Ich empfehle also DRINGEND das EEPROM einzusetzen, auch wenn es nur als Option vorgesehen ist.

EEPROM 24LC1026 eingebaut

Bevor die Endstufentransistoren eingesetzt wurden, mussten noch die Schweinenasenringkerne, die Ausgangstransformatoren gewickelt und eingebaut werden. Es sind dies die Trafos T5, T7 und T6. Dabei ist der T7 der wichtigste Transformator. Nach Rücksprache mit DF8OE, den ich auf dem funk.tag in Kassel traf, soll dieser Trafo statt 2:3 mit 2:4 Wicklungen versehen werden. Ansonsten reicht es aus, sich nach den Vorgaben von M0NKA zu halten. Mit einem Oszilloskop habe ich dann die ersten “Sende”-Signale am Eingang der Endstufe betrachten können. Nun konnte auch der RFC8, eine Drossel zur Stromversorgung der Endstufentransistoren, mit einer Wicklung eingebaut werden.

Bewickelte Ringkerne der LPF mit Heißkleber befestigt

Noch ein Wort zum T7: es gibt eine Menge Modifikationen für diesen Übertrager. Da der mcHF jedoch eine Open Source Entwicklung ist, bleibt genug Spielraum für eigene Kreationen. Ich dagegen habe für den Anfang die Originalwicklung mit dem Hinweis von Andreas (s.o. 2:4 statt 2:3) umgesetzt.

Jetzt die Transistoren. Die erste Lieferung aus China zu einem Spottpreis brachte lediglich irgendwelche Fakes. Jetzt weiß ich, dass Halbleiter aus China mit der Angabe wie z.B. NEW oder BRAND NEW oder REPRINTED alles nur Fakes sind. Nach dem Einschalten brauchte es nur einen Bruchteil einer Sekunde, um die Dinger zum Glühen zu bringen. Die Brandblase am Finger ist grad am Abklingen. 10 Stück für knapp 10 Euro war dann doch etwas zu günstig um wahr zu sein. Nun, Lehrgeld halt.

Als NEW gelieferte (neu bedruckte) Dreibeiner. Was da drin ist, weiß keiner.

Also dann die Transistoren bei einem deutschen Händler zu einem Preis von knapp sieben Euro pro Stück nachbestellt und eingebaut.

Das Finale

Eingeschaltet, Strom beobachtet …. alles gut! Keine Hitze!

Jetzt nach den Anleitungen zum Kalibrieren der PA den Ruhestrom auf 500 mA eingestellt und vorsichtig auf 0,5 W die PTT getastet. Hervorragend! Es kommt HF am Ausgang. Weitere Einstellungen für alle Bänder mit 5 Watt vorgenommen und die Einstellungen als Backup im EEPROM abgespeichert.

Allerdings steigt der Ruhestrom ohne ausreichende Kühlung der Transistoren sehr schnell an. Auf eine ausreichende Kühlung ist dringend zu achten!

Antenne dran, und das erste mal auf 40m auf Sendung gegangen, einer italienischen CQ rufenden Station geantwortet, und ich wurde sofort gehört. 73, danke!

Für die anderen Bänder habe ich mir noch einen Portabeltuner MFJ971 zugelegt. Der passt dann alles, was an seinem Antennenausgang hängt, gnadenlos auf eine 0 Watt Rücklaufleistung an. So kann auch dieses Gerät mit in den Urlaub. Die Skala kann mittels eines Jumpers auf der Platine von der Umschaltung 30/300 Watt auf 6/30 Watt gesetzt werden.

Umschalten der 300-Watt- auf die 6-Watt-Skala mittels Jumper

mcHF v0.5 mit MFJ-971 als Duo

Abgleich

Den Abgleich habe ich nach der Anleitung aus dem Github-Wiki vorgenommen. Die Endstufentransistoren können mehr als 5 Watt Ausgangsleistung erzeugen. Dann sind aber dringend die 100V-Kapazitäten in der PA-Sektion des Boards auszutauschen gegen Typen mit 200V Spannungsfestigkeit.

So!

Ab in den Urlaub!


Hier noch ein paar Bilder vom Einbau ins Gehäuse. Das habe ich von SP3OSJ bekommen.

Vorgefertigtes Gehäuse von SP3OSJ – gab es nur noch in schwarz

USB- und Antennendurchlass

Vorbereitet für 3,5mm-Buchsen

Die Abstandshalter werden gar nicht benötigt

Die Abstandshalter werden wirklich nicht benötigt

Ein erster Blick – leider musste an den Löchern noch etwas gefeilt werden – der Preis eines Preiswert-Gehäuses

Sieht doch gut aus…

So passt es

…und so auch

M3x10 Senkkopfschrauben aus Messing im Baumarkt besorgt und Muttern aufgelötet

Gut gemessen ist schon halb gebohrt

Gebohrt…

…und versenkt

Drin!

Mal ganz schnell Hochfrequenz…

Für die kommenden Projekte (wie z.B. den Spektrumanalyzer) habe ich mir einen kleinen Baustein angeschafft, der mir zwei unabhängige Oszillatoren auf drei Ausgänge (50 Ohm) erzeugt. Hierauf ist ein Si5351 mit einem 25 MHz Takt verbaut. Durch eine geschickte Frequenzteilung werden an den Ausgängen Rechtecksignale im Bereich von 8 kHz bis 160 MHz mit einer Ausgangsspannung von 3 VSS erzeugt. In einem Langzeittest hat sich die Schaltung auf meinem Werktisch als sehr stabil erwiesen, obwohl der Steuerquarz keine Temperaturstabilisierung hat.

Programmiert wird dieser Baustein über einen Arduino Nano oder Mini. Die erforderliche Bibliothek ist bei Adafruit erhältlich. Ein paar Zeilen Programmcode und in den Arduino hochgeladen, und schon steht die programmierte Frequenz am gewünschten Ausgang zur Verfügung.

Hier der Minimal-Code für den Arduino:

#include "si5351.h"
#include "Wire.h"

Si5351 si5351;

void setup() {
  si5351.init(SI5351_CRYSTAL_LOAD_8PF, 0);
  si5351.set_pll(SI5351_PLL_FIXED, SI5351_PLLA);
  // Setzen der Frequenz 29,700.000.00 MHz
  si5351.set_freq(2970000000ULL, 0ULL, SI5351_CLK0);
}

void loop() {
  // der Inhalt dieser loop()-Funktion darf auch gerne leer sein
  // oder man baut sich in dieser Schleife noch Abfragen für Up/Down-Taster hinzu
  si5351.update_status();
  delay(100);
}
Arduino und Si5351

Arduino und Si5351

Si5351 mit 400 Hz Offset

Si5351 mit 400 Hz zuviel – kann aber über eine Correction-Funktion angepasst werden

Der Si5351 "stört" sogar auf der richtigen Frequenz

Der Si5351 “stört” sogar auf der richtigen Frequenz

Arduino Code für den Si5351

Arduino Code für den Si5351

Wenn man also mal ganz schnell eine Frequenz benötigt – so wie ich für 64 MHz, so ist man mit Kosten von insgesamt weniger als 15 € für die beiden Bausteine bestens ausgestattet.

Noch mehr im Sachen im Internet rund um den Si5351:

 

Logic Sniffer / Logik-Analysator

Für die nächsten Projekte ist es erforderlich, digitale Zustände von Bauteilen, Baugruppen und Leitungen zu analysieren. Mit diesem kleinen Gerät, das als Open-Source in Hard- und Software bereit steht, hat man einen Logik-Analysator für bis zu 32 Kanäle bei einer Abtastfrequenz von bis zu 200 MHz zur Verfügung.

Logic Sniffer

Logic Sniffer

Über seeedstudio.com für knapp $50 USD kam die kleine Platine nun zu mir. Da die Software ebenfalls ein OpenSource-Projekt ist und unter Java entwickelt wurde, läuft sie auf so gut wie allen gängigen 32- und 64-Bit Betriebssystem von Windows XP, Vista, 7, 8 und 10 bis hin zu Linux-Distributionen.

Auf meinem alten Linux-Mint-Rechner (17.3) beschränkt sich die Installation auf das einfache Entpacken in ein beliebiges Verzeichnis. Dort werden zum Start der Software eine run.bat (Windows) und eine run.sh (Linux) bereit gestellt.

Start der Logic Sniffer Software

Wer mehr über dieses Gerät erfahren möchte, kann sich hier bedienen.

Angeschlossen wird der Logic-Sniffer über einen USB-Port. Bei mir wird ein neues Gerät als ttyACM0 angezeigt.

Sniffer in Aktion

Sniffer in Aktion

 

DIY Programmierkabel Yaesu FT-7900

Es ist schon recht mühselig das Yaesu FT-7900 über das Panel zu programmieren. Zugegeben es geht auch, aber über ein Programm ist das wesentlich komfortabler und übersichtlicher. So habe ich mir von G4HFQ ein kleines (aber mächtiges) Programm mit dem Namen FTB7900 für Windows herunter geladen, installiert und gekauft. Diese 15 Euro waren es mir wert.

Das FT-7900 hat an der Rückseite einen 6-poligen Eingang angebracht, über den der Speicherinhalt übertragen werden kann. Außerdem kann hier auch ein TNC angeschlossen werden. Die Belegung dieser Buchse sieht so aus:

6-pin FT-7900

6-pin FT-7900 von der Rückseite betrachtet

Ein altes PS/2-Kabel diente dabei als Grundlage.

6-pin Stecker PS/2

6-pin Stecker PS/2

Für eine Zweidraht-Programmierung des Gerätes benötigt man lediglich den Pin 2 GND und Pin 3 PTT. Ja, richtig, PTT. Hierüber wird die Schnittstelle mit Daten gefüttert, sowohl aus dem Gerät heraus, als auch in das Gerät hinein. Dabei sollte man aber bitte auf die richtigen Pegel achten. Also brauchte ich noch einen RS232-TTL-Konverter.

Fündig wurde ich bei DL8WA, der eine solche Konverter-Schaltung auf seiner Seite veröffentlich hat.

DL8WA 2-wire level converter

DL8WA 2-wire level converter

Diese kleine Schaltung habe ich kurzerhand mit Bauteilen und Kabelresten aus der Kiste auf einer Lochstreifenplatine aufgebaut.

Stückliste

  • D1,D2 = 1N4148 oder 1N4001 oder ähnlich
  • C1 = 4,7µF, 35V
  • T1,T2,T3 = BC546B oder ähnlich
  • R1 = 470 Ohm
  • R2=1 kOhm
  • R4,R6 = 10 kOhm
  • R3,R5 = 100 kOhm
  • D3 = Zener Diode 5,6V
  • P1 = Trimmer 10kOhm
    (So einstellen, dass eine Spannung von 3,3V zwischen Data und GND anliegt, bezogen auf einen nicht angeschlossenen VX-3)

Hier das Ergebnis:

RS232-TTL Konverter nach DL8WA

RS232-TTL Konverter nach DL8WA

Yaesu FT-7900 Programmierkabel

Yaesu FT-7900 Programmierkabel

Nun, schön sieht das Ganze nicht aus, aber es funktioniert hervorragend!

Noch ein Hinweis:
(damit ich das nicht vergesse und hier immer wieder nachschlagen kann)

Um das Yaesu FT-7900 in den Programmiermodus zu versetzen geht man folgendermaßen vor:

  • Taste MHz/PRI gedrückt halten und dabei das Gerät einschalten
  • Mit dem Abstimmknopf die Funktion auf F-7 Clone drehen
  • Taste BAND/SET eine 1/2 Sek. lang drücken Dabei geht das Gerät kurz aus und schaltet sich wieder ein.
  • Zum Empfangen von Daten nun Taste LOW/ACC drücken. Es erscheint — — RX — —
    Software zum Schreiben in das FT-7900 setzen
  • Zum Senden von Daten Taste V/M/MW drücken. Es erscheint — — TX — —
    Software zum Empfang vom FT-7900 setzen
  • Danach FT-7900 ausschalten und wieder normal einschalten

Wenn irgendwas schief geht erscheint ERROR

Mit der selben Prozedur kann man übrigens die Speicher und Konfiguration des Gerätes auf ein anderes FT-7900 klonen.

Nachtrag

Diese erste Schaltung eines anderen OMs hat nicht funktioniert. Die Pegel reichten nicht aus, um annähernd die 3,3V auf TTL zu bringen.

RS232-TTL Konverter nicht brauchbar

RS232-TTL Konverter nicht brauchbar

Titelbild FT-7900

Yaesu FT-7900 im Gerätepark

Was für eine Aktion. Bin allein zu Haus. Die XYL ist mit den (erwachsenen) Kindern im Urlaub im schönen Pinzgau im Salzburger Land, derzeit passe ich auf Hund und Haus auf. Hab grad nach dem Frühstück mit ihr telefoniert, sie wollen heute mittag nach Salzburg. Ich wünsche noch viel Spaß und setze mich mit meinem Kaffee an den Rechner und schaue, wie so oft in der letzten Zeit, bei verschiedenen Online-Anbietern nach einem 2m/70cm FM-Duobander als Mobilgerät.

In der Funkbörse bietet ein OE2 ein Yaesu FT9000 an, 6 Monate alt, noch mit Garantie. Moment mal….  OE2? Salzburg? Die sind doch grad auf dem Weg nach Salzburg?

Das Telefon läuft heiß. Telefoniere mit meiner XYL, mit dem Verkäufer, gebe per Email die Telefonnummern weiter. Bis dann am Nachmittag die Rückmeldung kommt: alles erledigt, Karton mit Gerät ist eingekauft. Natürlich muss ich noch warten, bis die Bagage aus dem Urlaub nach Hause kommt.

Und hier ist es nun:

Yaesu FT-7900

Yaesu FT-7900

Mit Originalrechnung, Separationskit und noch weiteren 18 Monaten Garantie. Und das Ganze zu fast dem halben Preis.

Und es läuft super! Bekomme sogar mit der neuen X30 draußen Signale von DB0OHA und DB0OR, die ich sonst nie hörte, ist aber witterungsbedingt, mal S1, mal nur eine (vielleicht eingebildete) Änderung des Phasenrauschens. Sogar mit DL5ZA bekomme ich direkten Kontakt, was bisher nicht möglich war.

Erster Erfahrungsbericht

Yaesu FT-7900 abgenommenes Bedienteil

Yaesu FT-7900 abgenommenes Bedienteil

Das Gerät ist nicht einfach zu bedienen und zu programmieren. Es würde sich tatsächlich lohnen das Yaesu FT-7900 über eine Software und einem entsprechenden Kabel zu programmieren. Einmal manuell gemacht, hat man’s auch gleich wieder vergessen. Nach zwei Wochen musste ich erstmal wieder probieren, wie ich einen neuen Speicherkanal belegen musste. Das Handbuch sollte dabei in unmittelbarer Nähe sein. Der Lüfter springt bei jeder PTT-Tastung in immer der selben Umdrehungszahl an und hat ein paar Sekunden Nachlauf. Er stört aber auch im Shack nicht, weil er nicht sehr laut ist. Einmal im Fahrzeug nach hinten separiert hört man davon eh nichts mehr.

Für die PTT-Taste ist nur ein Hauch von Druck nötig, das kann manchmal auch ein Nachteil sein. Es gibt vier frei programmierbare Tasten, die im Auslieferungszustand bereits sinnvoll belegt sind. Davon auch der 1750Hz-Rufton.

Der eingebaute Lautsprecher ist gewöhnungsbedürftig, setzt aber dennoch die Audio-Signale sauber und verzerrungsfrei um. Die Modulation des Handmikrofons ist sehr durchdringend. Dabei reizt man den kompletten Hub aus.

Der Empfänger ist ziemlich empfindlich und demoduliert auch sehr schwache Signale zur vollsten Zufriedenheit.

Hier die technischen Details:

Frequenzbereiche TX: 144-146 MHz und 430-440 MHz
RX: 108-520 und 700-999.99 MHz
Speicher: 1000 in Bänken
HF-Ausgangsleistungen Bis zu 50 Watt auf 2m (Amateurfunkband)
umschaltbar 5/10/20/50 WattBis zu 45 Watt auf 70cm (Amateurfunkband)
umschaltbar 5/10/20/45 Watt
Empfängertyp Doppelsuper 1. ZF: 45,05 MHz, 2. ZF: 450 kHz
Frequenzschritte 5/10/12,5/5/20/25/50/100 kHz
Empfängeremfindlichkeiten 0,8µV bei 10dB SN 108-137 MHz in AM
0,2µV bei 12dB SINAD 137-150 MHz FM
0,25µV bei 12dB SINAD 150-174 MHz FM
0,3µV bei 12dB SINAD 174-222 MHz FM
0,25µV bei 12dB SINAD 222-300 MHz FM
0,8µV bei 10dB SINAD 300-336 MHz FM
0,25µV bei 12dB SINAD 336-420 MHz FM
0,2µV bei 12dB SINAD 420-520 MHz FM
0,4µV bei 12dB SINAD 800-900 MHz FM
0,8µV bei 12dB SINAD 900-999,99 MHz FM
Modulationsarten FM und AM auf Flugfunk (nur RX)
Stromversorgung 13,8 Volt DC max. 8,5 Ampere
FM-Hub +/- 5 kHz
NF-Leistung max. 2 Watt bei 8 Ohm und 10% Klirrgrad
Mikrofonimpedanz 2 kOhm
Gewicht ca. 1kg
Antennenanschluss 1 x N-Norm, eingebauter Duplexer
Maße ca. 140×41,5x168mm (ohne Bedienelemente, etc.)

Zubehör:

  • MH-48A6J Handmikrofon
  • MMB-36 Mobilhalterung
  • DC-Stromkabel, normalerweise mit Sicherung, meines war ohne
  • Ersatzsicherung
  • Bedienungsanleitung

Einbau eines alternativen 20-MHz-Quarzofens für den Kenwood TS-870

Ausgerechnet von der anderen Seite der Erde, nämlich aus Australien, wurde ich von einem dortigen OM VK4CMV auf meine Frequenzdrift aufmerksam gemacht. Ok, es sind  nur 30-40 Hertz (!), aber in der Betriebsart JT65 macht das dem Empfänger auf der anderen Seite schon ganz schön zu schaffen. Hier das, was er mir nach unserem erfolgreichen QSO per Email zuschickte: Weiterlesen