2m Bandpass

Für mein 2m WebSDR brauchte ich noch ein Bandpassfilter für das 2m-Band und habe eine mechanische Lösung bei Mile Kokotov Z33T gefunden. Hier werden zwei lose gekoppelte Parallelschwingkreise in einem Kupfergehäuse untergebracht. Zugegeben ist für einen RX-Filter der Aufwand enorm, aber im Sendefall treten am Kondensator extrem hohe Spannungen auf, die in diesem Selbstbau als abstimmbare Plattenkapazitäten auch mehr als 300 Watt Sendeleistung vertragen.

Das Filter hat in den -3 dB Punkten eine Bandbreite von etwa 5 MHz, einen Verlust von etwa 1,4 dB und ist abstimmbar von etwa 120 MHz bis 160 MHz.

Hier ein Foto:

Die Maße des Gehäuses (doppelseitig kaschiertes Platinenmaterial) betragen 120x90x50 mm. Die Spulen L1, L2 habe ich aus 4 mm² (2 mm) Kupferdraht geformt und haben einen Abstand von 58 mm (Mitte Spule). Es sind 6 Windungen auf 36 mm Länge zzgl. 15 mm zum Boden und 10 mm zur Kondensatorplatte. Der Durchmesser der Spulen sollte etwa 23 mm betragen. Bei vorigen Versuchen hatte ich größere Durchmesser, kam somit nicht annähernd an 145 MHz heran. Die Kondensatoren sind aus Kupferblech geschnitten und sollten etwa 32 mm im Durchmesser betragen. Damit erhält man jeweils eine regelbare Kapazität zwischen 0,5 und 5 pF. Die Platten sollten rund geschnitten sein. Der Einfachheit halber habe ich sie zunächst quadratisch geschnitten und die Ecken dann diagonal abgetrennt. Nicht ganz sauber, weil es könnten an den Ecken bei hohen Leistungen Überschläge stattfinden. Ich will hier aber vorerst nur empfangen, dafür reicht das.

Die Koaxbuchsen habe ich etwas zu hoch angebracht, sie sollten in etwa 1″ Abstand vom Boden eingesetzt werden. So ist die Ankopplung etwas lang geraten. Direkt nach einer Viertel Windung sitzt die Einspeisung bei gut 50 Ohm. Die Spulen sind gleichsinnig gewickelt, werden aber daher um 180° verdreht eingesetzt. Die Wicklungen beginnen und enden somit auf entgegengesetzten Seiten.

Die Schrauben sind Standard M4x40 mit M4-Muttern.

So verbaut und grob abgeglichen ergibt sich folgende Durchlasskurve im mini-VNA:

Dazu noch die Markerdaten:

Und nun Deckel darauf, neu abgleichen und Einsatz.

 

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